Jobst Blome, Langwedel (Lehrgang 1998/99)
Ich selbst habe den Lehrgang  absolviert, als mein Sohn im selben Jahr die Kurzversion über  4 Wochen in Mecklenburg vorgezogen hatte. Insofern kann ich auch etwas zum Unterschied beitragen. Der Verdener Lehrgang war viel breiter und tiefer angelegt und hat damit sicherlich auch mehr nachhaltiges Wissen vermittelt. Ob die Breite wirklich so wichtig war, muß ich zumindest in meinem eigenen Fall etwas in Frage stellen. Das hängt mit meinem eingeschränkten Einsatz im eigenen  Wald und noch bei einigen Nachbarn zusammen. Aber die Tiefe war für mich von Vorteil. So  muß ich auch heute noch meinem Sohn in vielen Fällen sagen, was richtig bzw. falsch ist. Gut in Erinnerung habe ich die Atmosphäre. Trotz des anspruchsvollen Inhalts und Umfangs des Lehrgangs hatte ich immer das Gefühl, Ausbilder und Prüfer waren Partner im Sinne des Waidwerks. Wer es zeitlich einrichten kann, sollte in meinen Augen auch in Zukunft den auf mehrere Monate angelegten Kursus  belegen.
Claudia Friedrichs, Verden (Lehrgang 1997/98)
Ich erinnere mich noch an meine Jagdscheinausbildung, die ich mit meinem Säugling Jost (damals 5 Monate, heute 15 Jahre) im Kinderwagen und im weiteren Verlauf mit Clemens (heute 14) bei der Prüfung im Bauch machte. Die ca. 20 Herren und 4 Frauen waren zunächst etwas irritiert, doch das hatte sich in der dritten Stunde gelegt und als Jost nicht mehr mit im Kinderwagen dabei war, hat es zuerst gar keiner gemerkt.  Nach 15 Jahren kann ich auf keine große Strecke zurückblicken. Zwei Jahre habe ich intensiv mit Jagdhorn geblasen und eine wunderbare Jagdhundeausbildung über drei Jahre mit meiner Deutsch Langhaarhündin war eine besonders intensive Erfahrung. Mein Sohn Clemens bedauert, dass er nicht schon jetzt einen Jagdschein machen kann. Mein Mann hat einen Begehungsschein bei einem Jagdfreund, der damals die Ausbildung mit uns gemacht hat und Rainer, dem ich vorher ob seiner Größe und seines Auftretens nicht allein im Dunkeln begegnen wollte, ist heute ein guter Freund. Am letzten Wochenende habe ich in Brandenburg mein erstes Stück Rotwild gestreckt und bin damit Jagdkönigin geworden. Nach 15 Jahren das erste Mal. Schon was Besonderes.
Liebe Grüße und Waidmannsheil.
Michael Weber, Bremen (Lehrgang 2011/12)
Gefragt nach meinen Erlebnissen und Eindrücken zur Jungjäger-Ausbildung in der Jägerschaft Verden, sehe ich mich rückwirkend bestätigt, diesen Schritt gemacht zu haben. Ursprünglich als sportlicher Flintenschütze im SV Fischerhude eingestiegen, beeindruckte mich immer wieder die gelebte Kameradschaft unter den anwesenden Jägern. Durch meinen Großvater, der ebenfalls die Jagd ausübte, kam ich bereits in groben Zügen mit dem Brauchtum und der Tradition der Jagd in Berührung. Ein guter Freund, selbst begeisterter Jäger, gab mir letztlich den Anstoß, mich zur Jungjäger-Ausbildung anzumelden. Bedingt durch die genannten Verbindungen nach Fischerhude lag es daher nahe, mich (obwohl ich in Bremen wohne) der Jägerschaft Verden anzuschließen. Gleich am ersten Abend, nach dem ersten Kennenlernen der anwesenden Anwärter, wurden Kontakte geknüpft. Diese wurden im weiteren Verlauf der Ausbildung vertieft und letztlich bis heute gelebt. Ich selbst erlebte die gesamte Ausbildung in der Jägerschaft als sehr fundiert, kompetent und bereichernd. Sei es durch den umfangreich gefächerten, interessanten Lernstoff, oder aber durch die jederzeit offene und hilfsbereite Art der „Alten“, die die Jagd bereits seit vielen Jahren ausüben und mir so halfen, das Gelernte von der Theorie in die Praxis umzusetzen. Mir hat diese Ausbildung sehr viel Freude bereitet. Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen: Ich gehe mittlerweile mit einem anderen, wesentlich weiter fokussierten Blick durch´s Leben…
Angie Peymann, Eitzendorf (Lehrgang 2012/13)
Angefangen hat alles mit der Entscheidung meines Lebensgefährten, den Jagdschein zu machen. Er überzeugte mich zunächst mit dem Argument, dass wir bei gemeinsamer Teilnahme am Jägerlehrgang über die gleichen Dinge sprechen und ich stimmte zu. Als Musikerin wäre ich alleine kaum auf die Idee gekommen. Und dann passierte es: Im Laufe des Lehrgangs änderte sich mein Blick auf die Umwelt – Pflanzen, Tiere, auf die gesamte Natur. Naturverbunden bin ich immer gewesen, aber auf einmal betrachtete ich alles um mich herum mit ganz anderen Augen. Als heutige Jungjägerin (trotz fortgeschrittenen Alters) empfinde ich daher heute die Teilnahme am Jägerlehrgang als eine ganz große Bereicherung meines Lebens. Die meisten Menschen haben nicht viel bzw. überhaupt keine Ahnung von dem, was zu den Aufgaben eines Jägers gehört. Dass es hier nicht nur ums Schießen bzw. das Jagen an sich geht, sondern der Hege und dem Naturschutz die größere Bedeutung zukommt, ist den meisten nicht bewusst.
Unseren hervorragenden Ausbilder der Verdener Jägerschaft gilt großer Dank für die fundierte Wissensvermittlung in den Bereichen Wildtierkunde, Waffenkunde, Recht, Hundewesen, jagdlichem Brauchtum und Wildtierkrankheiten sowie Naturschutz und Pflanzenkunde und das Erkennen der Zusammenhänge. Am Anfang der Ausbildung sind es viele kleine Puzzlestückchen, die man nicht recht zusammenbekommt. Am Ende aber erkennt man das ganze Bild. So sagte einer unserer Ausbilder voraus – und er hatte Recht.
Unser Lehrgang war eine gemischte Gruppe aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die sich erstaunlich schnell zu einer Einheit zusammengerottet hat. Es hat einfach gepasst und viel Spass gemacht, obwohl alle 16 Teilnehmer acht anstrengende Monate mit vielen Terminen für Unterricht in Theorie und Praxis sowie viele Stunden des Lernens auch in den heimischen Wänden durchlebten, die sich aber gelohnt haben.
Rückblickend kann ich für mich nur feststellen:  Hätte ich nur die geringste Ahnung davon gehabt, mit welch verändertem Blick man die die (Um)Welt nach der Teilnahme am Jägerlehrgang betrachtet, so wäre ich wohl schon 30 Jahre früher eingestiegen. Empfehlenswert für alle, die auch nur einmal ihren Horizont erweitern möchten.
Marc Fleischer, Hassel (Lehrgang 2014/2015)
Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!
Das hört sich jetzt sehr hochgegriffen an und ist es auch – weil es stimmt! Die Entscheidung zum Besuch des Vorbereitungslehrgangs zur Jägerprüfung ist mir nicht leicht gefallen, weil mir der zeitliche Aufwand und damit verbundenen Kosten wohl bewusst waren. Trotzdem habe ich mich Ende August  2014 in die Runde der 21 Anwärterinnen und Anwärter gewagt und gelauscht, was Lehrgangsleiter und Urweidmann Kuno Gätje zum Besten gab. Meine Erwartungen wurden in den anschließenden  7 Monaten nicht enttäuscht. Die Referenten haben mit viel Lust und Engagement  dem Zuhörer die Aufnahme des benötigten Fachwissens leicht gemacht. In Reviergängen, der Schiessausbildung und div. Exkursionen gab es immer praktische Hinweise aus dem Jägeralltag. Jeder Referent hatte seine ansprechende  Art, den Stoff zu vermitteln. Wie man das Thema Rachendasseln beim Rehwild so verpacken kann, dass der ganze Lehrgang gespannt wie bei einem guten Actionfilm den Ausführungen lauscht, blieb mir ein Geheimnis. Ein sehr wichtiges Fach, die Wildtierkunde, fand durch spontane Lernkontrollen des Referenten eine große Fangemeinde – dies zahlte sich an den Prüfungstagen auf jeden Fall aus! Der Wissensumfang zum Erlangen der Jägerreife ist schier unerschöpflich und man muss schon mehr tun, als nur anwesend sein. Ein intensives Selbststudium ist unerläßlich. Und mit der Prüfung hört das Lernen nicht auf – das haben unsere Ausbilder immer wieder betont. Wer sich für die Berufung Jäger zu werden entscheidet, sollte meiner Meinung nach vor allem Naturliebhaber sein, viel Zeit für die vielfältige Arbeit des Jägers haben, um langsam zu verstehen, wie man wo eingreift und sollte keine Scheu haben, das erlegte Wild fachgerecht zu versorgen(auszuweiden). Die Waffenhandhabung und das Schießen ist natürlich ein wichtiger Bestandteil im Jägerleben – ist aber letzlich in meinem Augen zweitrangig, da der Jäger bei der Hege und Pflege deutlich mehr Zeit ohne Waffe im Revier verbringt. Besten Dank an Kuno, Erich, Jens, Herrn Lohrengel, Herrn Brückner und Herrn Dr. Tucholke und die 20 anderen lustigen Jungjäger! Wir sehen uns…..
Frederike Petersen (Lehrgang 2015/2016)
Ich möchte den Ausbildern des Verdener Jungjägerkurses für ihren unermüdlichen Einsatz und die Passion, mit der sie uns Jungjäger auf die Prüfung vorbereiteten, danken! Auch fand ich es sehr angenehm, dass sowohl von Seiten des Kurses, als auch von Seiten der Ausbilder uns Frauen ganz selbstverständlich das Erlangen der nötigen Fertigkeiten, als auch die eigentliche Jagdausübung zugetraut wurden und werden. Damit hatte ich nicht so gerechnet, da jagen ja bis jetzt doch mehr oder minder als eine „Männersache“ galt. Sehr cool! Waidmannsheil!  Frederike