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Am 21. Februar trafen sich die Jägerinnen und Jäger des Hegerings Wesermarsch zur jährlichen Hegeringversammlung . In einem schon gewohnt vollem Dörphus in Wulmstorf wurde das Jagdjahr 2024/25 in geselliger Runde bilanziert.
Pünktlich um 19.30 wurden neben den vielen Mitgliedern auch die Bürgermeister der Gemeinden Blender und Thedinghausen, Patrik Rott und Thomas Metz, sowie der Leiter des Hegerings Thedinghausen Dr. Dettmer Freese, der 1. Vorsitzende der Kreisjägerschaft Jürgen Luttmann und der Kreisjägermeister Hilmer Kruse, begrüßt.
Traditionell schafften die Jagdbläser „Allerort“ den musikalischen und jagdlichen Rahmen für das Treffen. Der Leiter des Hegerings, Ralf Radeke, berichtete aus den vielen aktiven Bereichen des Hegerings Wesermarsch.
Im vollen Haus wurde Jürgen Glander für seine 25jährige Mitgliedschaft im Hegering geehrt. Sogar auf 60 Jahre kommt Hermann Büntemeyer. Diesem wird die Ehrung auf dem Kreisjägertag in Verden zuteil.
Nach 32jähriger Vorstandsarbeit als Kassenwart schied Heinrich Stradtmann auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Er wurde von seinen Pflichten entlassen und für sein außerordentliches Engagement geehrt und mit einem Präsentkorb bedacht.
Turnusgemäß stellten sich, für weitere vier Jahre, alle ersten Obleute und der Hegeringleiter der Wiederwahl. Für den ausgeschiedenen Heinrich Stradtmann rückte sein bisheriger Stellvertreter Philip Julius Kaupa vor. Als seine neue Stellvertreterin wurde Janin Iburg ins Gremium gewählt.
Heinz-Jürgen Laakmann, in seiner Eigenschaft als Schießobmann berichtete von den Pokalschießen. Erfreulich, hier die hohe Teilnehmerzahl. Arnd Promis sicherte sich hier vor Heiner Freese und Hans-Hermann Westermann den „Böhlke-Pokal“, den Millennium-Pokal des Hegerings sicherte sich Ulf Laakmann.
Er erinnerte nochmal an die Erbringung des Schießnachweises, der neben der Übung auch eine Pflicht für alle Gesellschaftsjagden ist. Weiter wies er auf veränderte Verhaltens- und Sicherheitsvorschriften auf den Schießstand in Krelingen hin.
Der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Andreas Meyer bilanzierte kurz die herausragenden Aktivitäten des Hegerings. Das jährliche Angebot der Ferienkiste Thedinghausen, die der Hegering an zwei Terminen mit etwa 60 Kindern veranstaltet und die Teilnahme an Hoffesten, dem Ölmühlentag in Wulmstorf, sowie der starke Einsatz der Kitzretter führen zu einem sehr positiven Bild des Hegerings in der Öffentlichkeit. Hier kann kommuniziert werden, was die Jägerschaft in den Bereichen Bildung, Natur- und Tierschutz leistet.
Eine besondere Erwähnung war die Ehrung von zwei Klassen der Grundschule Morsum für die ersten beiden Plätze bei den kreisweiten Waldjugendspielen mit über 1200 Kindern. Das war eine ganz besondere Leistung. Hier zahle sich das Engagement und die Verankerung der Jägerschaft in der Region voll aus.
Auch in diesem Jahr werden wieder zwei Termine für die Ferienkiste angeboten. Ebenso wird der Hegering auch in diesem Jahr mit dem Infomobil und dem Drohnenteam am Ölmühlentag teilnehmen, um den Menschen einen Einblick in die wertvolle Arbeit des Hegerings nahe zu bringen.
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Ein kleiner Höhepunkt ist, wie in jedem Jahr, das Kommentieren und Erläutern der Trophäenschau von Rolf Strüßmann. Bei der Vorstellung des Streckenberichts konnte Ralf Radeke auf einen leichten Rückgang der Rehwildstrecke hinweisen. Wobei leider gut ein Drittel davon dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. Bei Fasan und Hasen gibt es eine langjährige gradlinige Entwicklung, die auch auf die vielen Hegemaßnahmen und das Prädatorenmanagement des Hegerings zurückzuführen werden kann. Erwähnenswert ist auch, der seit vier Jahren kontinuierlichen Anstieg der Nutriastrecke.
Ralf Radeke würdigte noch einmal den enormen Einsatz der zwei Drohnenteams, die innerhalb von fast drei Monaten an 35 Tagen und 78 Stunden, 111 Kitze gerettet haben. Das war deutlich mehr als im Vorjahr und eine zutiefst befriedigende Arbeit, die nebenbei auch sehr viel Spaß bereitet. Übrigens kann Jede und Jeder, die einigermaßen geländegängig sind, den Hegering hierbei unterstützen.
Der 1. Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Jürgen Luttmann erwähnte den großen Erfolg der Jägerschaft bei der Mobilisierung für die Demonstration am 30. Januar in Hannover. Hier wurde deutlich, wie wichtig der Einsatz der „modernen Medien“ ist. Etwa 20.000 Jägerinnen und Jäger aus ganz Niedersachsen folgten dem Aufruf um gegen die erneute Änderung des Jagdrechts zu demonstrieren. Das war ein starker Auftritt. Dank und Erwähnung fanden der Beitrag des Hegerings an den Waldjugendspielen und bei der enorm wichtigen Wildtiererfassung, die zu 100% erfolgte.
Kreisjägermeister Hilmar Kruse brachte den Fokus auf die vielen Tierseuchen, die nach dem Hochwasser des letzten Jahres neue Herausforderung mit sich bringen. Aufmerksamkeit sollte hier auf die ASP beim Schwarzwild, die Maul und Klauenseuche, die Blauzungenkrankheit, insbesondere beim Rehwild sowie die Myxomatose und Räude gelegt werden.
Als designierte Vorsitzende der Kreisjägerschaft und deren Stellvertreter nutzten Antje Dahlweg und Stefan Schwarz um sich den Anwesenden vorzustellen.
Gesellig ging dann der Abend dem Ende entgegen.