02.04.2025 VAZ: „Landwirt, Familienbetrieb und 30 Jahre Ehrenamt“

Kreisjägermeister Hilmer Kruse geehrt/„Ausdauer für die Belange von Jagd und Naturschutz"

Hilmer Kruse (Mitte), eingerahmt von Ehefrau Anne Winter-Kruse und Landrat Peter Bohlmann, erte sein 30-jähriges Jubiläum als Kreisjägermeister. © Landkreis

Verden – 30 Jahre im Amt des Kreisjägermeisters im Landkreis Verden – für dieses besondere ehrenamtliche Engagement wurde jetzt Hilmer Kruse geehrt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde würdigte Landrat Peter Bohlmann die Leistungen Kruses. Seit seiner Wahl zum Kreisjägermeister durch den Kreistag im März 1995 bildet der Bahlumer einer Mitteilung aus dem Kreishaus zufolge ein wichtiges Bindeglied zwischen der Verdener Jägerschaft und der Kreisverwaltung.

Neben seiner Kernaufgabe, die untere Jagdbehörde fachlich zu beraten und zu unterstützen, ist Kruse auch eine wichtige Schnittstelle zwischen der Verdener Veterinärbehörde und den Jägern, wenn es um den Schutz vor Wildkrankheiten geht. Zugleich leitet er den Jagdbeirat und ist Vorsitzender der Jägerprüfungskommission. „Der Landkreis Verden kann sich glücklich schätzen, mit Hilmer Kruse einen fachlich hochversierten und engagierten Kreisjägermeister an seiner Seite zu haben“, unterstreicht Landrat Peter Bohlmann. In Kruse habe die Kreisverwaltung einen kompetenten Fachmann, der die Verwaltung mit Rat und Tat unterstütze. Dabei gelinge es ihm auch immer wieder, die jagdrechtlichen Vorgaben praxisgerecht an die Jäger weiterzugeben. „Für diese Verdienste gebührt ihm großer Dank und Anerkennung“, so Bohlmann.

Innerhalb der Jägerschaft berät Kruse Revierinhaber bei der Aufstellung von Ab-schussplänen und bei der Festsetzung des Abschusssolls. Außerdem führt er die Hegeschauen durch oder hebt im Einzelfall Schonzeiten bei krankem oder kümmerndem Wild auf. „Hilmer Kruse setzt sich mit Ausdauer und anerkennenswerter Einsatzbereitschaft für die Belange der Jagd und des Naturschutzes ein“, ergänzt Fachdienstleiter Christian Groth. Sein kompetenter, hilfsbereiter und wertschätzender Umgang finde breite Anerkennung in der Kreisverwaltung und der Jägerschaft. Obwohl er in den letzten 30 Jahren auch als Landwirt in seinem Familienbetrieb stark gefordert war, habe er große Teile seiner Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt. Daher gelte ein besonderer Dank auch seiner Familie und im Besonderen seiner Ehefrau Anne für die jahrzehntelange Unterstützung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. „Die 30 Jahre sind schnell vergangen. Ich habe diese Aufgabe immer mit großer Freude ausgeübt, und man wächst ja mit seinen Aufgaben“, sagte Kruse gerührt. Doch ein ganz bitterer Moment bleibt: „Noch heute erfüllt mich die Erinnerung an den viel zu frühen Tod meines Weggefährten und stellvertretenden Kreisjägermeisters Christian Meier mit tiefer Traurigkeit.“