VAZ 11.4.2026: „Heckenbiotop mit Streuobstwiese“

Jagdpächter und Landwirt bearbeiten Fläche in Eißel

Schweres Gerät erleichterte die Pflanzung: Jäger Janek Kamermann (v. I.), Michael Huss, Heiko Seekamp und Christian Dawils mit Landwirt Werner Blohme. © Ronny Triebsch

Verden – Eine jahrzehntelang brachliegende Fläche am Kanal in Verden-Eißel ist vor Kurzem von örtlichen Jagdpächtern in einen wertvollen Lebensraum für heimische Wildtiere umgestaltet worden. Die rund 2.500 Quadratmeter große Fläche war zuvor durch Produktionsreste einer der ehemals fünf ortsprägenden Ziegeleien für die landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar. Wie die Jägerschaft des Landkreises Verden mitteilt, bedurfte es nicht viel Überzeugungskraft der Jagdpächter, um den Eigentümer, Landwirt Werner Blohme, für eine naturschutzfachliche Umgestaltung zu gewinnen. Ziel war es, aus der Brachfläche ein artenreiches Biotop für Wildtiere zu entwickeln.

Bei der Planung und der Auswahl geeigneter Gehölze stand Gartenbauer Gerd Offer, zugleich Naturschutz-Obmann der Jägerschaft des Landkreises Verden, beratend zur Seite. Für die Finanzierung der Baumpflanzungen konnte die Bingo-Umweltstiftung gewonnen werden; die Landesjägerschaft Niedersachsen unterstützt die Anlage der Hecke über ihr Hegebusch-Programm, wie es weiter heißt.

Zunächst wurde die Fläche mit schwerem Gerät von Brombeeren und Baumresten befreit, anschließend umgebrochen und urbar gemacht. Nachdem sich der Boden etwas gesetzt hatte, pflanzten die Beteiligten Ende März in Eigenleistung heimische Heckenpflanzen und verschiedene Obstsorten. In wenigen Jahren soll so eine von einer Hecke umsäumte Streuobstwiese entstehen. Zwischen den Bäumen wollen die Jäger Saatmischungen mit heimischen Gräsern und Blühpflanzen ausbringen. Das entstehende Biotop soll zahlreichen bodengebundenen Wirbeltieren und Insekten Rückzugsräume und Nahrung bieten.

Nach Angaben der Beteiligten ist das Projekt „ein wunderbares Beispiel, wie durch die fruchtbare Zusammenarbeit von nachhaltigen Landnutzern wertvolle Lebensräume für die Tierwelt in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft entstehen können“.