Die letzte Prüfung in unserem Jahreslauf ist die Brauchbarkeitsprüfung komplett und ZF. Der Termin war für den 17.10. festgelegt
Dieses Jahr hatten wir wieder so viele Anfragen, dass es unsere Kapazitäten überschritten hätte und ich einigen Hundeführern absagen musste.
Der Vorstand hatte vor einiger Zeit festgelegt, dass wir nur noch 2 Gruppen mit je 6 Hunden prüfen. 12 Hunde ist die absolute Obergrenze.
6 Nennungen für die komplette Brauchbarkeit und 6 Nennungen für die Zusatzfächer wurden online genannt.
So ein Hin und Her wie zu dieser Prüfung gab es schon lange nicht mehr. Es wurden Hunde für die komplette Prüfung gemeldet, dann wieder abgemeldet oder zu den ZF umgemeldet. Mehrmals musste die Anzahl der Enten korrigiert werden.
Am Ende hatten wir 4 Hunde, die die komplette BrP absolvieren sollen und 7 Hunde, die für die ZF gemeldet wurden.
Wir hatten wieder die Waldreviere in Kirchlinteln und in Diensthop von den Landesforsten zur Verfügung gestellt bekommen.
Die Feldfächer hat die Gruppe 1 im Revier von Dr. Eckhard Brunken (Hutbergen) und die Gruppe 2 war im Revier von Volker Brunotte (Dörverden) zu Gast.
Die Wasserarbeit fand für beide Gruppen in Hutbergen bei Eckhard Brunken im Revier statt.
Waidmannsdank an die Revierinhaber für die Bereitstellung der Reviere. Ohne diese Großzügigkeit wären Hundeprüfungen nicht durchführbar.
Unsere Gruppe rückte zügig nach Diensthop ab. Dort begannen wir mit der Schweißarbeit. Der Kleinen Münsterländer Hündin von Jan Schnakenberg konnten wir die beste Arbeit auf der Rotfährte bescheinigen. Eine ruhige und konzentrierte Arbeit von dieser kleinen zierlichen Hündin. Der Kleine Münsterländer Rüde Xaro von Malte Fröhlich brachte die Fährte ebenfalls sehr gut bis zum Stück voran. Am schwierigsten hatte es der kleinste Hund, der Fox Bolle von Benjamin Günther. Der Fox Rüde kämpfte die ersten Hundert Meter mit Rehwildverleitung links von der Fährte und mit Damwild rechts neben der Fährte. Als dieser schwierige Fährtenabschnitt von Bolle mit Unterstützung seines Führers gemeistert wurde, zeigte er dann den Richtern, dass er dann doch noch die Fährte korrekt bis zum Stück voran brachte. 6 Mal ertönte das Signal „Reh tot“ durch den Wald, denn alle Hunde fanden zum Stück.
Somit war die schwierigste Aufgabe gelöst und allen Hundeführern stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.
Die anderen Fächer waren für die Hunde überhaupt kein Problem und wir konnten uns ins Feldrevier begeben. Auch hier gab es keine Schwierigkeiten. Die Hundeführer, die nur die ZF absolvieren mussten, hatten im Feld alle bestanden. Der Fox und der Labrador müssten noch die Wasserarbeit abarbeiten. Wir fuhren nach Hutbergen ans Gewässer.
Hier am Wasser „trennt sich die Spreu vom Weizen“, besagt eine alte Hundeführerweisheit. Und es sollte auch so kommen.
Die Labrador Hündin konnte die Prüfung nicht bestehen, weil sie nicht nach der Ente stöbern wollte. Sie war leider nicht mehr willens, ins Wasser zu gehen und die Arbeit auf der Schwimmspur aufzunehmen.
Nun war der Fox an der Reihe. Wir teilten dem Hundeführer mit, dass die lebende Ente noch irgendwo im Schilf sitzen muss. Sollte der Hund beim Fach „Verlorenbringen der toten Ente“ zufällig an die lebende Ente kommen, dass wir dann erst dieses Fach prüfen. Der Hund muss dann aber trotzdem die tote Ente suchen und bringen. Der Fox zeigte uns Richtern, dass die kleinen Hunde bei sehr guter Ausbildung eine sehr gute Wasserarbeit abliefern können. Bolle hatte keine Schwierigkeiten bei der Schussfestigkeit, er war schussfest und brachte korrekt die Ente.
Die tote Ente wurde im Schilf ausgelegt und man glaubt es kaum…..Beim Auslegen der toten Ente fiel diese Ente direkt auf die lebende Ente drauf. Es war für diese Ente kein Drama, denn sie schwamm nur schnatternd ein bisschen weiter, um dann sich wieder im Schilf zu verstecken.
Bolle wurde zur Suche nach der toten Ente geschickt. Auf einmaligen Befehl nahm er mit einem Sprung sofort das Wasser an und schwamm ans gegenüberliegende Ufer. Der Fox kam auf die Schwimmspur und stöberte im Schilf und drückte die lebende Ente heraus. Die Ente wurde vom Hundeführer erlegt und der Rüde brachte diese korrekt. Tolle Leistung! Jetzt noch die tote Ente suchen, finden und apportieren. Der kleine Fox wurde neben dem Hundeführer abgesetzt, auf die bevorstehende Arbeit konzentriert und zur Arbeit aufgefordert. Auf einmaligen Befehl, mit kühnen Sprung ins Wasser, wurde der Auftrag angenommen. Zielstrebig schwamm Bolle rüber, suchte und fand die tote Ente, nahm auf und brachte korrekt! Waidmannsheil und Gratulation zur bestandenen Brauchbarkeitsprüfung. Eine tolle Leistung von dem kleinen Vierläufer! Wir Richter waren begeistert von dieser Wasserarbeit. Eine tolle Arbeit, ein schöner Abschluss der Prüfung und ein schöner Jahresabschluss. Wir haben das Prüfungsjahr mit einer wirklich tollen Wasserarbeit von Bolle beenden können!
4 Hunde BrP komplett gemeldet, 4 Hunde geprüft, 2 Hunde bestanden 1 Hund Schweißarbeit (3 Abrufe) und 1 Hund Wasserarbeit
7 Hunde BrP ZF gemeldet, 7 Hunde geprüft, 6 Hunde bestanden 1 Hund Verhalten auf dem Stand (ist eingesprungen und hat anhaltend gebellt)
Waidmannsheil an die Hundeführer zur bestanden Brauchbarkeitsprüfung!
Waidmannsdank an die Revierinhaber für die Bereitstellung der Reviere!
Waidmannsdank an die Richter für die Übernahme des Richteramtes!
Waidmannsdank an das Gasthaus Döhling in Morsum für die Bereitstellung ihrer Örtlichkeit als Suchenlokal und für das leckere Essen!
Waidmannsheil
Ramona Wehe














