Barme – Bei der Versammlung des Hegeringes Allermarsch wurde über Ehrungen, jagdliche Entwicklungen, Projekte und Wahlen informiert. Zudem wurde auf den Kreisjägertag am 7. März und eine geplante Beitragserhöhung für 2027 eingestimmt.
Thomas Krompholz erhielt ein Trophäenbrett für seine langjährige Tätigkeit als stellvertretender Hegeringleiter. Andreas Ernst und Sebastian Stiller sollten für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden, waren aber krankheitsbedingt abwesend. Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft Verden, berichtete einer Pressemitteilung zufolge über den „Verdener Hegefonds“, die Waldjugendspiele und die Wildtiererfassung. Er lobte die gute Beteiligung am Prädationsmanagement, forderte aber eine bessere Dokumentation der Fänge. Die Bedeutung der Fallenjagd zeige sich beim Waschbär, wo die meisten der 84 erlegten Tiere mit der Falle gefangen wurden. Luttmann kündigte zudem die für 2027 geplante Beitragserhöhung an. Für anstehende Wahlen stellten sich die Kandidaten Stefan Schwarz (Kreisjägermeister), Holger Meier (Stellvertreter), Antje Dahlweg (Vorsitzende Jägerschaft) und Andreas Meyer (Stellvertreter)
vor.
Der stellvertretende Kreisjägermeister Frederik von Bremen informierte über jagdgesetzliche Änderungen und Wildkrankheiten wie Myxomatose, Räude
und Staupe. Er mahnte zum Impfschutz für Jagdhunde und bat, Fallwild zu Untersuchungszwecken einzusenden. Die Untersuchung von Trichinenproben sei bei gleichzeitiger Abgabe einer Blutprobe kostenlos; diese werde auch auf die für Hunde tödliche Aujeszkysche Krankheit getestet. Hegeringleiter Stefan Kleiner blickte im Jahresbericht auf Aktionen wie die Müllsammlung, den Ferien(s)pass und die Waldjugendspiele zurück. Laut Schießwart Harm Winsemann erreichte die Mannschaft des Hegeringes den zweiten Platz bei der Kreismeisterschaft. Einzeltitel sicherten sich Kai Reimers (Kurzwaffe) und Hannes Winsemann (ungjäger/Junioren).
Der Streckenbericht zeigte sinkende Zahlen beim Damwild, weshalb Kleiner zu Zurückhaltung mahnte. Beim Rehwild stieg die Strecke auf 398, beim Schwarzwild auf 140 Stück. Die Strecken bei Hase und Fasan sind stabil, wobei oft schonend gejagt wird. Kleiner bat um weiterhin hohes Engagement bei der Bejagung von Prädatoren zum Schutz von Bodenbrütern. Bei der invasiven Nutria stieg die Strecke wieder auf 216 Tiere an, nachdem sie von einem Höchststand von 395 im Jahr 2019 auf 124 im Vorjahr gesunken war.
Text: VAZ